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Die Wanderung zur Gebärmutter

Einnistungsblutung - Nicht jede Frau bekommt sie

Einnistungsblutung

Bild:© lom123 - Fotolia.com

Ist die Einnistungsblutung nur ein schöner Mythos oder Wirklichkeit? Skeptiker behaupten die Blutung nach der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut sei nur ein Phänomen, das von aufgeregtem gluckenhaftem Verhalten herrührt. Mit der Realität, so sagen sie, habe das Ganze nichts zu tun. Naja, nicht so voreilig, lieber Skeptiker. Denn an diesem Forengerücht ist so einiges dran. Die Einnistungsblutung gibt es tatsächlich. Sie ist aber nicht bei allen glücklichen Schwangeren zu beobachten.



Nicht jede Blutung ist eine Einnistungsblutung
Ein Schwangerschaftstest beim Arzt oder aus der Drogerie ist immer noch die beste Methode, um eine Schwangerschaft zu bestätigen. Wenn es etwas in der zweiten Zyklushälfte ziept und sich einige Tropfen Blut anmelden, dann ist das noch leider kein Grund zum Jubeln. Zwischenblutungen sind leicht mit Einnistungsblutungen zu verwechseln. Mit ein wenig Hintergrundwissen und dem wachen Auge der entschlossenen Mama-to-be kannst du aber ganz leicht zur Expertin in dieser Frage werden.


Die Wanderung zur Gebärmutter
Vier Tage lang dauert die Wanderung der befruchteten Eizelle auf dem Weg zur gemütlichen Höhle der Gebärmutter. Dabei wird sie auf ihrem Weg tatkräftig durch die Härchen in den Eileitern unterstützt, die die träge Zelle sanft anschubsen. Aus dem Zellhaufen, der ungefähr aus 125 Zellen besteht, soll in neun Monaten ein neues Wesen heranwachsen. Damit dieses kleine Wunder der Natur auch unter optimalen Bedingungen abläuft, sucht sich die Eizelle ihren Ruheort sorgfältig aus. Schön gemütlich und ordentlich gepolstert muss der Ort der Wahl sein. Diese Suche kann noch einmal ein oder zwei Tage in Anspruch nehmen. Nach ungefähr sechs Tagen nach der glücklichen Schuss kommt es also nun zur Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Auf schlau heißt das Nidation.


Wann spricht man von einer Einnistungsblutung?

Die Einnistungsblutung oder auch der Nidationsblutung kommt dadurch zustande, dass bei der Einnistung einige Blutgefäße der Schleimhaut beschädigt werden können. Dieses Hineinbohren der fest entschlossenen, kleinen Eizelle spüren einige Frauen auch als Einnistungsschmerz. Dieser Einnistungsschmerz kann aber auch leicht mit den ersten Anzeichen der nächsten Regel verwechselt werden.

Die Eizelle, Dein späterer Schatz, wird in kurzer Zeit von der Schleimhaut umschlossen. Ganz fest und sicher. Die äußeren Zelle der Eizelle entwickeln sich zur Plazenta, dem Mutterkuchen. Der versorgt Dein Purzel mit den nötigen Nährstoffen, macht es groß und stark. Wenn sich die Plazentazellen ausbilden, produzieren diese HCG. Dieses Hormon ist auch als Schwangerschaftshormon bekannt. Es weist Schwangerschaften in Bluttests und Streifentests nach. Was es mit Deinem Körper macht? Es stellt alle Signale auf Schwangerschaft. Das heißt, keine Regel mehr - darauf kannst du gut und gerne verzichten, stimmt's - und eine stabile Gebärmutterschleimhaut.

Wahrscheinlich werden bei allen glücklichen Schwangeren die Gefäße ein wenig verletzt, wenn sich die Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut bohrt. Nur ein Drittel der werdenden Mamas nimmt die Einnistung aber als Blutung wahr. Die Nidationsblutung ist dann wenige Tage lang als helles Blut im Höschen zu entdecken. Eine einfache Slipeinlage reicht, um das Blut aufzunehmen. So viel kommt dabei zum Glück nicht heraus.


Gibt es Tricks um die Einnistung zu verbessern?

Du kannst deinen Körper leider nicht mit Trick 17 zu einer sicher erfolgreichen Einnistung bewegen. Beachte einfach alle Hinweise Deines Arztes zum schnelleren Kinderkriegen: Das heißt, Alkoholabstinenz, ausgewogene gesunde Ernährung, regelmäßiger Tagesablauf, Folsäure, keinen Stress und den Rest kennst du ja bereits fast auswendig.