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Endlich schwanger!

Wertvolle Tipps zur Erstausstattung für dein Baby

Entspannte Eltern, entspanntes Baby

Bild:©Stephanie Pratt - Pixabay.com -Creative Commons CCO


Auch wenn du vor lauter Glück am liebsten die ganze Welt umarmen möchtest. Neben all der Freude muss in den nächsten Monaten auch vieles geplant und vorbereitet werden. Damit das gut gelingt, hat sich Mutter Natur den Nestbautrieb ausgedacht. Und dieser Urinstinkt meldet sich spätestens im letzten Drittel der Schwangerschaft bei dir. Mit ihm kommt der dringende Wunsch, dein Nest für die Ankunft deines Babys besonders schön herzurichten.
Aber was erleichtert den anstrengenden Alltag mit einem kleinen Baby? Mit diesen acht Tipps zur Erstausstattung ist dein Kleines rundum gut versorgt. 

 

Tipp 1 - Mit dem Babyfon mehr Freiheiten genießen

Ein Babyfon ist sicher eine der sinnvollsten Anschaffungen für junge Eltern und sollte unbedingt zur Erstausstattung gehören. Und ja, das gilt auch für kleine Wohnungen und einem geplanten großen Familienbett. Es schenkt dir die Freiheit und Sicherheit, dich in jedem Winkel deiner Wohnung aufzuhalten und trotzdem immer zu wissen, wie es deinem Baby geht. Auch ein Sonnenbad im Garten oder ein Pläuschchen vor dem Haus ist möglich, während du deinem Baby im Kinderzimmer live beim Schlafen zuschaust. Moderne Geräte übertragen neben dem Ton nämlich auch ein gestochen scharfes Bild auf die mobile Elterneinheit. 

Daneben können zahlreiche weitere Funktionen am Babyfon den Alltag mit einem Neugeborenen ganz ordentlich erleichtern: 
 

  • Nachtlicht

  • Einschlafmusik

  • Kamera

  • Temperaturüberwachung

  • Zwei Wege-Kommunikation

 

Ob du ein Babyfon mit Kamera wählst oder dich mit einer ausschließlich akustischen Übertragung zufriedengibst, ist eine grundsätzliche Entscheidung. Vielen Eltern reicht die allein akustische Kontrolle ihres Kindes aus. Auch über den Ton bekommst du die entscheidenden Vorgänge mit. Auf Details, wieso dein Kind schreit, zum Beispiel, weil es seinen Schnuller verloren hat, musst du dann aber leider verzichten.

Dagegen schalten Video-Babyphone bei Geräuschen im Kinderzimmer automatisch ihre Videokamera ein. So haben Eltern ihr Kind sofort im Blick und können die Situation adäquat beurteilen. Die aktuellen Geräte bieten Nachtsicht und eine gute Bildqualität an.
 
Auf die folgenden Kriterien solltest du außerdem bei deinem neuen Babyfon achten:

  • Möglichst große Reichweite

  • Geringe Strahlung

  • Hohe Akkulaufzeit

  • Ecomodus

  • zusätzliche Visualisierung der Geräuschentwicklung

 
Eine gute Übersicht über die unterschiedlichen Babyfon-Typen bietet babyfon.org
 

Tipp 2 - Wickeltasche – alles griffbereit dabei

Nicht nur während der spannenden Zeit der Familienplanung hilft ein wenig Struktur. In der oft chaotischen Zeit mit einem Neugeborenen ist sie überlebensnotwendig. Da ist eine gut aufgeteilte Wickeltasche im Alltag mit einem Baby Gold wert. Aber woran erkennen werdende Eltern eine gute Wickeltasche? 

Generell sollte eine Wickeltasche leicht und geräumig sein und über mehrere Innentaschen verfügen. Wichtig ist dabei eine abwischbare und fest verschließbare Innentasche, in der unterwegs auch mal eine volle Windel Platz findet. Nicht immer ist nämlich im Fall der Fälle ein Mülleimer in der Nähe und, wer hätte es gedacht, auch Arztpraxen nehmen stinkende Windeln nur ungern entgegen. 

In einem kleinen Extra-Fach findet Creme für einen wunden Po, eine Wind-und-Wettersalbe und später Sonnencreme ihren Platz. Wichtig ist, dass alle Einzelteile gut sortiert in der Tasche verstaut werden können und nicht wild in der Tasche herumfliegen. Desto schneller geht unterwegs der Windelwechsel. Eine extra Tasche für die Babyflasche bietet Platz für Brei und Löffel. Zusätzlich bewahrt sie den Inhalt der Tasche vor Katastrophen, wenn ein Gläschen mal nicht ganz auslaufsicher ist. 

Extra-Tipp: An einem Seitenclip im Innenbereich lässt sich nicht nur ein Schlüssel griffsicher verstauen, sondern auch der Ersatzschnuller.
 

Tipp 3 - Gut und sicher in der Babyschale aufgehoben

Nutzt du ein Auto, ist natürlich ein Autositz unverzichtbar, der sicherheitstechnisch auf dem neuesten Standsein sollte. Neben der Frage der Sicherheit sollte auch die Ergonomie des Sitzes passen und der Sitz möglichst körpergerecht geformt sein.

Für die ganz Kleinen ist eine Babyschale der Normgruppe 0+ ideal, die die neue Prüfnorm I-Size erfüllen muss. Bis zu einem Gewicht von 13 Kilogramm ist ein Baby hier gut aufgehoben. Befestigungen sind mit dem Fahrzeuggurt oder per ISOFIX möglich. Dabei ist eine ISOFIX-Basisstation bei vielen Autos bereits standardmäßig vormontiert. Per Ein-Klick-Installation ist der Sitz für dein Kleines sicher platziert.

Auch der Schadstoffgehalt des Sitzes ist ein Kaufkriterium. Und zu guter Letzt muss sich der Sitz leicht bedienen lassen. Denn nichts ist anstrengender, als ein lauthals schreiendes Baby samt Babyschale nur mit Mühe aus dem Auto befreien zu können.

Wichtig: Bis zum 15. Lebensmonat sind rückwärtsgerichtete Sitze gesetzlich vorgeschrieben. Die sogenannten Reboarder schützen die zarte Nackenmuskulatur der Kleinen bei einem Unfall wesentlich besser. Achtung: Keinesfalls darf ein rückwärts gerichteter Sitz auf einem Beifahrersitz mit aktiviertem Airbag montiert werden. 
 

Tipp 4 - Beide Hände frei dank Babytrage

Die meisten Babys lieben es, den Eltern ganz nahe zu sein und deren Herzschlag zu hören, während sie sanft geschaukelt und getragen werden. Kaum ein Baby, dass den gleichmäßigen Bewegungen widersteht und nicht einschläft. Neben einem ruhigen Baby bringt dir so eine Babytrage noch einen entscheidenden Vorteil. Mit einer Trage oder einem Tragetuch hast du als Elternteil beide Hände frei. Ob Koliken, Entwicklungsschübe oder schlichte Unruhe – getragen findet vielleicht auch dein Baby leichter in den Schlaf und du dann auch die Ruhe, die du beim Leben mit einem Säugling sicher brauchst.
 

Tipp 5 - Ein notwendiges Basic: Der Kinderwagen

Auch der Kinderwagen gehört zwingend zur Erstausstattung dazu. Praktisch sind Modelle, die sich vom Kinderwagen zum Buggy umbauen lassen. Ein geräumiges Netz im Fußbereich nimmt Einkäufe ab und hat einen hohen praktischen Wert. Sonnenschutz und Regenschutz für das Baby sind weitere sinnvolle Zusätze. Mögliches Extra ist ein Halter für einen Becher. Dieser kann nicht nur für den Kaffeebecher genutzt werden, sondern auch Flasche oder Snacks für unterwegs aufbewahren.
 
Extra-Tipp: Wer schnell kalte Finger hat, und das haben wir Frauen ja meistens, profitiert von einem Muff für den kaltem Kinderwagen-Griff. So ein Muff, das wussten schon unsere Omas, hält die Hände schön warm und erlaubt einen entspannten Spaziergang ganz ohne Handschuhe.
 

Tipp 6 - Checkliste Kleidung

Diese Checkliste für Kleidung mag lang erscheinen – doch Tatsache ist: Babys produzieren in den ersten Lebenswochen viel Wäsche. Sehr viel Wäsche. Viiiel mehr Wäsche, als du dir jetzt vielleicht vorstellen kannst. Oft kommen weder die Waschmaschine, noch die Eltern hinterher. Da die Haut des Babys empfindlich ist, sollte die Kleidung unbedingt immer aus 100 Prozent Baumwolle bestehen. Alles sollte in den Größen 50/56 und der Folgegröße 62/68 vorhanden sein.

Diese Basics gehören in Babys Kleiderschrank:

  • 12 Wickelbodys 

  •  6 Langarmshirts (je nach Jahreszeit dünner oder dicker Stoff)

  • 6 Hosen mit weichem, hohem Bund

  • 6 Paar Socken aus weichem Material und ohne innere Fäden

  •  4 Schlafanzüge

  •  6 Dreieckstücher

  •  3 weiche Strumpfhosen

  • 3 Leggings (je nach Jahreszeit dünn oder dick)

  • 3 Mützchen (je nach Jahreszeit dünn oder dick, Gr. 35-37)

  • 2 Babyjacken

  • 5 Mullwindeln

 

Extras für das Sommerbaby:

  • 2 Sonnenhüte

  • 4 Kurzarmbodys

  •  4 Schlupfoberteile aus dünnem Stoff

  •  4 Schlupfhosen aus dünnem Stoff



Die zarte Haut von Babys reagiert absolut empfindlich auf Sonne. Mit einem Baby solltest du dich unbedingt im Schatten aufhalten, direkte Sonne ist in den ersten zwölf Monaten tabu. Sonnenhut fürs Baby ist Pflicht, leichte Kleidung, die Arme und Beine bedeckt ist der beste Sonnenschutz.
 

Extras für das Winterbaby:

 

  • 1 Thermo-Overall

  •  2 Paar Handschuhe

  •  3 Paar dicke Socken

 

Tipp 7 - Stillkissen - Ein vielseitiger Allzweckhelfer

So ein Stillkissen ist ein echter Allrounder und macht dir als werdende Mama, noch bevor dein Kleines da ist, das Leben leichter. Er stützt nicht nur in fortgeschrittener Schwangerschaft deinen runder werdenden Bauch und sorgt für eine Entlastung beim Schlafen. Auch beim Fernsehen leistet das Stillkissen beste Dienste, wenn es ganz gemütlich als Kissenersatz deinen Rücken stabilisiert. Und ist dein Baby erst mal auf der Welt, geht es ganz unaufgeregt seiner eigentlichen Aufgabe als Stillkissen nach.


Tipp 8 - Wellness fürs Baby mit Babywanne oder Badeeimer

Sobald der Nabel abgefallen und vollkommen abgeheilt ist, darf das Baby das erste Mal ins warme Bad. Die meisten Babys lieben es zu baden, erinnert es sie doch an das Schwimmen im mütterlichen Fruchtwasser.
Da Babys sehr empfindlich sind, sollten sie weder zu warm noch zu kalt baden. Bevor dein Baby ins Badewasser kommt, solltest du also unbedingt die Badewassertemperatur messen. Ideal wäre ein fünf-minütiges Bad bei einer Wassertemperatur zwischen 35 und 37 Grad
Neugeborene fühlen sich besonders wohl in sogenannten Badeeimern. Die sind etwas höher als herkömmliche Eimer, besitzen aber eine abgerundete Kante, so dass das Baby sich nicht verletzen kann. 

Geht es um Badezusätze, ist weniger mehr – bitte nur sanfte Pflegebäder und mildes Shampoo verwenden. Alternativ eignet sich bei sehr trockener Haut auch ein Schuss Muttermilch. Natürlich freut sich dein Baby auch über eine Massage mit einer Babylotion im Anschluss an das Bad. Gerne auf dem Wickeltisch unter einer Wärmelampe.

Extra-Tipp: Ist dein Säugling hungrig, ist das übrigens kein guter Zeitpunkt für ein entspanntes Wannenbad. Aber das versteht sich sicher von allein :-)