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Sterben Spermien sofort ab, oder überleben sie längere Tage?

Wie lange überleben Spermien?

Überlebendsdauer von Spermien

Bild:©e34 - Fotolia.com

Wie lange überleben eigentlich Spermien? Spermien haben es wirklich nicht leicht zu ihrem Ziel zu gelangen, dafür ist die Lebensdauer der Spermien umso höher. 10 Wochen lang reift so ein tapferer Krieger im Hodensack des Mannes heran. Einen Monat lang kann er dann dort auf seinen Einsatz warten. Kommt er nicht zum Schuss, war auch das ganze Spermiumleben für die Katz. Dann stirbt das Spermium ab - unbenutzt. Wie tragisch! Aber dazu wirst du es bestimmt nicht kommen lassen. Auf dem Weg der Familienplanung kommt jeder Krieger zum Einsatz:-).

Schusch! Es hat geklappt: Du hast erfolgreich deine Reize ausgespielt und nun schießen 3 bis 5 Millionen kleine Spermien in dich hinein. Diese massive Invasion wird aber schnell dezimiert. Von den tapferen Jungs schaffen es knapp 500 bis 800 bis zu den Eileitern. Und kurz vor dem Ziel wird noch einmal so stark ausgesiebt, dass es am Ende nur ein Spermium bis ans Ziel schafft. Stell dir vor, beim Berlin-Marathon gäbe es so viele Starter! Wie lange überleben Spermien aber nun in der Scheide? Wie lange haben die Marathonschwimmer Zeit, um ans Ziel zu gelangen?


Lebensdauer von Spermien

Der menschliche Körper ist ziemlich clever. Die Lebensdauer von Spermien liegt nämlich bei 2 bis 5 Tagen. Wenn die Bedingungen perfekt sind, können die Racker sogar bis zu 7 Tage im Scheiden-Land überleben. Das heißt für dich: Es erhöhen sich enorm die Chancen, schwanger zu werden! Hast du ein paar Tage vor deinem berechneten Eisprung bereits Sex, können es sich die Schwimmer einfach bei dir häuslich einrichten und kommen erst dann zum Schuss, wenn das Tor an deinem Muttermund für sie durchlässig wird. Sprich dann, wenn dein Zervixschleim durchlässig für Gäste wird. Die Lebensdauer von Spermien an der Luft beträgt maximal 24 Stunden. Ist das Ejakulat einmal eingetrocknet, können auch die Spermien darin nicht mehr überleben.


Die Barrieren

Barrieren und Hilfestellungen hat Mutter Natur eingebaut, damit nur die Besten ans Ziel kommen. Die ersten Schwimmer scheitern bereits an der Hürde Scheidenmilieu. Den schwanzwedelnden, aufgeregten Gästen wird teilweise die Gastfreundschaft verwehrt, denn das saure Scheidenmilieu mit seinen Abwehrzellen sortiert all diejenigen raus, die zu langsam sind oder andere Defekte haben. Nur die Elite kommt weiter. Der Eingang zur Gebärmutter ist während der unfruchtbaren durch einen Zervixpfropfen verstopft, der so fest sitzt wie ein Korken in einer Weinflasche. Kein Durchkommen! Haben die weiblichen Sexualhormone den Pfropfen aufgeweicht, ist der Weg frei. Die Spermienarmee schwimmt weiter durch die Gebärmutter bis zu den Eileitern, wo die reife Eizelle auf sie wartet. Die Eizelle strömt Enzyme und Duftstoffe aus, die die mutigen Schwimmer anlocken. Einige verirren sich auch auf dem Weg und bleiben vorher in den Nischen und Ausbuchtungen der Gebärmutter hängen.  Einige Frauen werden dadurch schwanger, obwohl sie nicht während der Zeit des Eisprungs Verkehr hatten, sondern einige Tage davor. Auf ihrem Weg durch die Gebärmutter verirren sich manche Spermien in winzigen Nischen und Sackgassen des Organs, und nur einige gelangen wirklich in die Eileiter.