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Was ein Eierstock so alles kann...

Der Eierstock - Ein Wunder der Natur

Der Eierstock

Bild:©elvira gerecht - Fotolia.com
Eierstock Ansicht

Der Eierstock (auch Ovarien genannt) ist ein primäres Geschlechtsmerkmal der Frau. Er ist, wie die Nieren, paarig angelegt, das heißt jede Frau hat von Geburt an zwei davon. Obwohl der Eierstock nur eine unscheinbare Größe von drei bis fünf Zentimetern hat und gerade mal um die acht Gramm wiegt ist er ein evolutionäres Wunder:  Der Eierstock hat im Körper der Frau zwei sehr wichtige Funktionen: zum einen spendiert er die reife Eizelle, die bei einer Schwangerschaft von den Spermien befruchtet wird und zum Kind heranwächst, aber im Eierstock werden auch die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron produziert, die den Menstruationszyklus regeln und zahlreiche andere Prozesse im weiblichen Körper beeinflussen und darum sehr wichtig sind.



Wo sich der Eierstock befindet

Der Eierstock der Frau liegt im kleinen Becken, umgeben von anderen wichtigen Organen wie der Harnblase und dem Uterus. Dein Frauenarzt kann ihn ertasten, wenn er einen Finger in die Scheide einführt und mit der anderen Hand durch die Bauchwand tastet. So kann zum Beispiel eine Veränderung der Größe oder eine krankhafte Veränderung frühzeitig erkannt werden. Die Untersuchung ist in der Regel auch vollkommen schmerzfrei.


Die Größe verändert sich
Dein Eierstock hat durchaus nicht immer dieselbe Größe; zum Beispiel ändert er sich während deines Zykluses deutlich: nach der Menopause – wenn er also seinen Dienst für diesen Monat wieder verrichtet hat -  ist er meist sehr viel kleiner als am Anfang.

In den Wechseljahren, wenn Frauen ihre Menstruation nicht mehr bekommen, ist der Eierstock sogar nur noch ungefähr mandelgroß.


Die Eizellen im Eierstock

In den Eierstöcken reifen die sogenannten Eizellen heran. Wie bei jedem Säugetier ist auch beim Menschen die Anzahl der Eizellen von Geburt an festgelegt. Die Eizelle wird von kleineren Eiblässchen (oder fachsprachlich Follikeln) begleitet, die sie wie eine Art Schutzhülle umgeben.  Ab der Pubertät reift dann durchschnittlich alle 28 Tage (denn so lange dauert ein Zyklus) eine dieser Eizellen heran und gelangt durch den Eisprung von der Eizelle in den Eileiter. Dort könnte die Eizelle dann befruchtet werden, falls du dir ein Kind wünschst und in dieser Zeit Geschlechtsverkehr hast. Die Eizelle enthält übrigens alleine deine mütterlichen Erbanlagen, die du an das Kind weiter gibst. Durch die in der Eizelle "gespeicherten" Gene entscheidet sich also unter anderem, welche Augenfarbe oder Haarfarbe das Kind später einmal haben wird.


Wie lange hat die Frau reife Eizellen?
Der Eierstock produziert so lange reife Eizellen für den Eisprung, bis Frau in die Wechseljahre kommt, was im Alter von 45 bis 55 allgemein der Fall ist. Bis dahin produziert der Körper im Schnitt ganze 400 Eizellen – wenn man bedenkt: eigentlich eine ziemlich gute Chance, das eine davon befruchtet wird und ein Baby daraus entsteht. Trotzdem entwickelt sich normalerweise immer nur eine Eizelle im Monatszyklus. Aus welchem der beiden Eierstöcke, also dem rechten oder dem linken, jedoch das Ei springt, ist Zufall.

Es dauert ungefähr 12 bis 16 Tage - bis zur Halbzeit deines Menstruationszirkels - bis eine Eizelle in dem Eierstock herangereift ist. Diese löst sich dann ab (Stichwort: Eisprung!) und wandert zunächst zum Eileiter (auch Tuben genannt), wo sie von einem Spermium befruchtet werden kann.
Geschieht dies, wird die Eizelle durch den Eileiter in die Gebärmutter transportiert und kann sich dort über die nächsten neun Monate hinweg zu einem vollständig ausgeprägten Baby entwickeln.

Kommt es nicht zur Befruchtung, setzt am Ende des Zyklus deine Periode ein; Sie also ein gutes Indiz dafür, dass du nicht schwanger bist.  Doch der Eierstock bleibt derweil nicht untätig und bereitet schon die nächste Eizelle für den kommenden Zyklus vor.