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Eileiterschwangerschaft



Eine Eileiterschwangerschaft ist eine Schwangerschaft, die außerhalb der Gebärmutter abläuft. Nur ein bis zwei Prozent aller Schwangerschaften laufen so ab. Die Wahrscheinlichkeit eine Eileiterschwangerschaft zu haben ist also relativ gering.

Die Eileiterschwangerschaft ist keine Laune der Natur; es gibt physiologische Gründe dafür. Wenn Du eine Eileiterentzündung hattest oder Deine Eileiter irgendwie beschädigt wurden, besteht das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft. Eileiter können durch Verwachsungen oder Vernarbungen nicht voll funktionstüchtig sein. Oder aber bei chirurgischen Eingriffen oder Schwangerschaftsabbrüchen beschädigt werden. In den meisten Fällen kommt es aber durch bakterielle Entzündungen zu einer Eileiterschwangerschaft.

Die Schwangerschaft läuft in den ersten drei Monaten genauso ab wie bei einer normalen Schwangerschaft. Du merkst gar nicht, dass etwas nicht stimmt. Das ist das Trügerische an der Eileiterschwangerschaft. Im dritten Monat kommt es dann zu einer Fehlgeburt. Vorher hat die Betroffene starke Schmerzen im Unterleib und auch Blutungen, da es dazu kommen kann, dass der Eileiter reißt. Zuvor weisen in einigen Fällen Schmierblutungen auf eine Eileiterschwangerschaft hin. Je nachdem, wo genau sich die Embryoanlage im Eileiter entwickelt, kommt es zu unterschiedlich starken Symptomen.

Dieses schmerzhafte Ereignis kann durch frühzeitige Ultraschalluntersuchungen umgangen werden. Dann wird die Eileiterschwangerschaft operativ oder mit Medikamenten entfernt.