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Tiefe Krise nach Insemination u IVF, Psychotherapie?

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Tini83
10. Okt um 12:24
Hallo ihr Lieben!
Ich bin ganz neu hier seit wenigen Minuten, in der Hoffnung durch eure Erfahrungen und Erzählungen wieder aus meiner Krise zu finden.

Mein Mann (33)und ich(34)probieren seit 4 Jahren schwanger zu werden, doch bis jetzt hat es nicht geklappt icon_frown.gif! Wir haben uns beide testen lassen, alles i.O., alle Inseminationen waren negativ u auch unsere erste IVF hat leider nicht funktioniert. Wir haben ganze 9 Eisbären und wollten Ende August den nächsten Versuch starten, aber einen Tag zuvor bin ich die Treppe hinuntergestürzt und wir mussten alles abblasen. Hormone wieder absetzen etc! Seit diesem Vorfall bin ich in einem Loch gefangen und komme aus diesem nicht mehr heraus. Was kann ich tun?! Gestern hat mir dann auch noch eine gute Kollegin erzählt, dass sie schwanger ist, erster Versuch, zack bumm...eingeschlagen! Das Wellness-Weekend vorher war für die Katz nach der Info gestern..
Kann jemand nachempfinden wie ich mich fühle? Was habt ihr getan? Hat schon jemand von euch einen Psychotherapeuten aufgesucht? Kann dieser wirklich helfen? Mein Mann weiß langsam auch nicht mehr, wie er mir helfen kann!
Ich hoffe jemanden zu finden, der mit mir fühlen kann und wir uns austauschen können!

Grüessli Tini
5 Antworten
Thea<3
10. Okt um 16:48
Hallo Tini,
Erst mal willkommen hier im Forum. Ihr habt schon echt viel mitmachen müssen. Ich glaube viele ihr im Forum verstehen wie es dir geht. Es gibt hoch und Tiefs!
Wir versuchen es auch schon über 3 Jahren. Habe letzte Woche meine erste Insemination und warte auf Montag , dass ich den Test machen kann.
Alle um mich herum werden schwanger.
Auch ich falle manchmal in ein Loch... aber ich bin der Meinung- jetzt bin ich dran!
Hoffentlich :-p
Also Kopf hoch, Krone richten und weiter gehts.
Hier im Forum kann man sich immer ausheulen. Manchmal nervt es die Partner, deshalb hier schön fleissig schreiben wenn was ist!

Redred
11. Okt um 14:53
Hallo Mädels,
wir sind auch seit nun über 3 Jahren am Probieren inkl. Kiwu-Klinik und aktuell befinde ich mich in der Warteschleife der 3. ICSI. Was mir helfen wird ist auf alle Fälle wieder ein Urlaub danach - etwas zum durchatmen und vorfreuen (so oder so fahren wir, egal ob es klappt oder nicht). Wichtig sind Pausen zum durchatmen und "leben" (Sport treiben, mal unvernünftige Dinge konsumieren icon_wink.gif ). Ich fühle mich nämlich während der Stimulation und Warterei auch immer so eingeschränkt (keine Achterbahn, keine Sauna, kein Alkohol, kein Skifahren und solche Dinge) und in der Pause habe ich das alles voll ausgelebt und genossen zu LEBEN. Aber danach brauche ich es auch wieder nach vorn zu blicken und alle Hoffnung in einen neuen Versuch zu stecken! Damit bin ich bislang gut gefahren. Zum Ausheulen habe ich mir ein paar Mädels aus den Kiwu-Foren gesucht, denn es kommen - leider ist das die Realität - Tiefs! Gerade wenn die Bekannten, Freundinnen und Kolleginnen um einen herum (meist promt und spontan) schwanger werden. Ihr kennt das sicher auch, mittlerweile werden die Kinder schon 2 oder 3 Jahre alt und man selbst hat schon einen längeren Kiwu!!! Wir sind auch noch dran, ganz sicher!!!
Alles Gute für euch!!!

KaddiBaby
11. Okt um 15:19
Hi, ich kann mir vorstellen wie du dich fühlt. Wenn man dann noch hört es ist alles in Ordnung?!
Bei mir/uns ist ja auch nicht alles rosig...
Wir haben uns jetzt 2 Katzen geholt, die haben mich wirklich aus dem Loch rausgegolt.
Wir warten jetzt ja noch bis Anfang November auf die Blutergebnisse. Warterei, hoffen und bangen... Dann sieht man, jeder ist und wird schwanger, das kann einen echt zerfressen.

SnowKoneko
12. Okt um 16:56
Huhu liebes,

nach meinen 3 Fg´s mitlerweile bin ich komplett am Boden und kaputt.Mein Hausarzt hat mir endlich eine Übeweisung gemacht für nen Pyschater... Da ich komplett allein gelassen werde mit der Situation auch von der Frauenärztin..
Wünsche dir alles Gute <3

sieteprincesas
22. Okt um 20:58
Sucht euch eine Frauenberatungs, habe nur gute Erfahrungen gemacht.
Ich passe hier insofern nicht ganz rein, weil ich gesunde Kinder und ein psychisch krankes habe, aber zu dem Preis von 5 FG, eine FG wegen Trisomie 18 sehr spät. Zu der Zeit und als meine Zweitgeboren ihre Tiefs hatte, monate Stationär war, konnte ich nicht mehr. Warum passiert mir so viel, was muss ich noch alles ertragen.
Mit der Überweisung zum Psycharter hatte ich bei 7 Praxen Wartezeiten von 6-9 Monaten für ein Erstgespräch, toller Versorgungsschlüssel. Von einer Freundin bekam ich den Tipp, mich an eine gemeinnützige Frauenberatungsstelle eV zu wenden. Eine Woche später hatte ich ein Erstgespräch, 3 Wochen später begann eine sehr hilfreiche Therapie. In so einer Einrichtung arbeiten sowohl ehrenamtliche Berater alsauch, Sozialarbeiter und Psychologen bzw. Psychotherapeuten (klinische Pyscharter wohl eher selten). Letztenendes muss die Chemie stimmen. Es geht dort um schnelle, unbürokratische seelische Hilfe. Ich spendete als Bezahlung, was im Budget war zwischen freiwillig 5-20€ pro Sitzung. Bin sogar nach den akuten Tiefs noch lange 1x im Monat hingegangen, um z.B. traumatische Erlebnisse aus meiner früheren Ehe aufzuarbeiten.
Das wollte ich euch mal ans Herz legen, denn mit KiWu ist Warten eh die Hölle und wenn es einem beschissen geht, Monate auf Hilfe warten zu müssen, war für mich extrem. Bin der Freundin für den Tipp sehr dankbar und möchte das gerne so weitergeben.